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Medienmitteilung

Die Polizei warnt vor «CEO-Betrug»


In letzter Zeit sind im Kanton Solothurn mehrere Firmen durch Betrüger kontaktiert  orden. Angestellte der Buchhaltung/Finanzabteilung wur-den unter einem Vorwand  ngewiesen Geldbeträge auf ein ausländi-sches Konto zu überweisen. Teilweise  wurden auch die E-Mail-Konten von Vorgesetzten gehackt.Die unbekannte Täterschaft ging in allen Fällen ähnlich vor: Sie kontaktiert einen Angestellten der Buchhaltung/Finanzabteilung einer Firma/Organisation und gibt sich als Präsident, Vorsitzender, CEO, CFO oder dergleichen aus. Die Personen geben vor in einer dringenden und vertraulichen Angelegenheit Hilfe zu benötigen. Durch geschickte Gesprächsführung versuchen die «CEO-Betrüger» Angestellte dazu zu bewegen, eine gewisse Summe (mehrere 10‘000 Franken) auf ein Konto im Ausland zu überweisen. Der Kontakt gestaltet sich in der Regel entwe-der per E-Mail oder via Telefon. In einigen Fällen wurde dabei der E-Mail-Account der Vorgesetzten gehackt und den Angestellten, unter Verwendung der echten E-Mail-Adresse der Chefs, Aufträge erteilt.

Die betrügerisch erlangten Gelder werden entweder rasch bezogen oder weiterüberwiesen.Die Kantonspolizei Solothurn hat Kenntnis über ein halbes Dutzend Firmen, wel-che von Betrüger kontaktiert wurden. Betroffen sind Firmen im gesamten Kan-tonsgebiet. Mindestens drei Überweisungen in Länder wie die Türkei, England, Slowakei oder China haben stattgefunden. Die entsprechenden Angaben über die personellen Firmenstrukturen holen sich die Betrüger zum Beispiel auf der firmeneigenen Internetseiten. Entsprechenden Ermittlungen zur Eruierung der unbekannten Täterschaft/Tätergruppe sind in die Wege geleitet worden.Im Hinblick auf die Sommerferien sollten Angestellte der Buchhaltung/ Finanzabteilung bei Erhalt von unüblichen Zahlungsaufträgen sensibilisiert reagieren und im Zweifelsfalle lieber einmal mehr beim Auftraggeber rückfragen.Die Kantonspolizei Solothurn mahnt zu Vorsicht und rät:

  • Seien Sie misstrauisch gegenüber Personen, die sich am Telefon oder via E-Mail als Präsident, Vorsitzender, CEO, CFO oder dergleichen ausgeben und die Sie nicht eindeutig als solche erkennen.
  • Überweisen Sie niemals Geld an unbekannte Personen!
  • Nehmen Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen umgehend Rücksprache mit dem Auftraggeber oder dem Chef der Firma.


Für Rückfragen: Astrid Bucher, Kommunikation und Medien, Telefon 032 627 71 12, medien.mail@kapo.so.chMedienmeldungen unter www.polizei.so.ch, Bild/er mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei.Folgen Sie uns auch auf Twitter unter @KapoSolothurn

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